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Hieroglyphen
Das Wort für die altägyptischen Schriftzeichen stammt aus den griechischen und bedeutet "heilige Einmeißlung". Verwendet wurden sie für rituelle Steininschhriften und für Inventarlisten und Buchführung. Die um 3000 v. Chr. entstandene Schrift wurde erstmals durch den Franzosen Jean-Francois Champollion (1790 - 1832) entziffert, der sich mit den Texten auf dem Stein von Rosette beschäftigte. Indem er die Hieroglyphen mit der griechischen Übersetzung auf dem Stein verglich und noch das Koptische als Hilfsmittel herbeizog, fand er heraus, dass die altägyptische Schrift Bildsymbole mit Lautzeichen kombinierte.
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Mumien
Die ältesten sind bis zu 5000 Jahre alt, aber von ihnen ist nicht viel mehr übrig als Haare, Haut und Knochen. Die Technik der Mumifizierung verbesserte sich im Laufe der Jahrhunderte, um unter Tutenchamun und Ramses II. ihren höchsten Stand zu erreichen.
Dieser Mumifizierungsprozeß dauerte 70 Tage: 40 zum trocknen der Leiche, 15 zur Einbalsamierung und weitere 15 für das Anlegen der Bandagen. Zuerst wurden alle inneren Organe für besondere Aufbewahrung entfernt (außer dem Herzen, das als Sitz des Verstandes galt). Um der Mumie ein natürliche Aussehen zu verleihen, bestrich man den ausgetrockneten Leichnam mit Ölen und Harz, was ihn geschmeidig machte, und stopfte ihn mit Lehm, Sägemehl und Leinen aus. Die Gliedmaßen wurden getrennt eingewickelt, damit die Körperumrisse erhalten blieben. Auf die Mumifizierung von Stieren, Katzen, Krokodilen, Vögeln, und Widdern verwandte man weniger Sorgfalt
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Abu Simbel
Tempel Ramses' II
Alle 4 Kolosse des Tempels stellen Ramses II. dar, der sich hier - höchster Ausdruck pharaonischer Anmaßung - als Sonnengott, mit Blick auf die aufgehende Sonne, verewigen ließ. Zu den dargestellten königlichen Insignien gehören ein Kopftuch mit der Uräusschlange auf der Stirn, die Doppelkrone von Unter- und Oberägypten sowie ein künstlicher Bart. In der Mitte zwischen den 20m hohen Sitzfiguren befindet sich über dem Eingang zum Tempel, fast wie zur Erinnerung, eine Reliefstatue des eigentlichen Sonnengottes Re-Harachte. Ein Erdbeben hat einen der Kolosse seines Kopfes und Rumpfes beraubt, die nun zu seinen Füßen liegen - etwa an der gleichen Stelle, die die man auch den kleinen Standbildern von Mitgliedern der königlichen Familie zudachte.
Im inneren des Tempels findet man die traditionelle Säulenhalle mit weiteren Ramsesfiguren zwischen den Reliefs und den Wandbilder, die den Pharao mitten im Schlachtgewühl zeigen. Zum Allerheiligsten an der Rückwand des Tempels hatte einst nur der Pharao Zugang - der Pharao und die Sonne.
Tempel der Nefertari
Dass Ramses II. für seine Gemahlin in der Nähe einen eigenen Tempel in den Fels hauen ließ, bezeugt den außergewöhnlichen Respekt, den er ihr entgegenbrachte. In diesem Heiligtum wird auch Nefertari zur Göttin erhoben, und ihre Kolossalstatuen (allerdings nur zwei) sind so groß wie die des Pharaos (natürlich vier). Die Figuren zu Füßen dieser Standbilder stellen die Kinder von Ramses II. und Nefertari dar. Wie man an den Kuhköpfen auf den Pfeilern in der Säulenhalle sieht, ist der Tempel der Göttin Hathor geweiht. Auf den Reliefs huldigt Ramses der Königin und lässt sie mit in die Schlacht ziehen.
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